Download Ambivalenzen der Ordnung: Der Staat im Denken Hannah Arendts by Dr. Julia Schulze Wessel, Jun.-Prof. Dr. Christian Volk PDF

By Dr. Julia Schulze Wessel, Jun.-Prof. Dr. Christian Volk (auth.), Julia Schulze Wessel, Christian Volk, Samuel Salzborn (eds.)

Es besteht kein Zweifel, dass Hannah Arendt den klassischen republikanischen Tugenden des bürgerschaftlichen Engagements, der Partizipation und des politischen Handelns in ihrem Werk eine gewichtige Bedeutung verliehen hat. Ihr politisches Denken lebt von öffnenden Begriffen wie der Natalität, dem Anfang, der Pluralität, der Spontaneität oder der Freiheit des Menschen, etwas beginnen zu können. Und dennoch ist dieses Denken nur ein Teil von ihr und steht in einer konzeptionellen Beziehung zu einem dezidierten Ordnungsdenken, das in der Forschung bislang vernachlässigt wurde. Dieses stärker in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung zu rücken, ist das Anliegen dieses Bandes. ​​ ​

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Alle werden gewinnen oder eine wird alles verlieren. Die rot-grüne Bundesregierung hat ihr politisches Schicksal eng an den Erfolg des "Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit" gekoppelt. Ein Mißerfolg des Bündnisses dürfte ihr Scheitern, ein Erfolg könnte ihre Wiederwahl bedeuten.

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Mehr noch, wenn die Nation als Eroberin erschien und die Eroberung als Vehikel für Assimilation genutzt wurde, so begegnete ihr, ja schuf sie, nationalistischen Wiederstand. Daher waren die Briten auch am geschicktesten darin dem „Greek model of colonization“ anstelle der „Roman art of empire building“ zu folgen. “24 Für Arendt erklärte die Weigerung, britische Gesetze und Institutionen auf Asien und Afrika auszudehnen, eine permanente Trennung zwischen den Interessen der Regierenden und der Regierten.

Claussen, Detlev, 1987: Grenzen der Aufklärung. Zur gesellschaftlichen Geschichte des modernen Antisemitismus, Frankfurt. ): Eichmann war von empörender Dummheit. Gespräche und Briefe, München 2011, S. 109–112. ): Hannah Arendt Revisited: „Eichmann in Jerusalem“ und die Folgen, Frankfurt. : Gesammelte Werke, Bd. XVI, Frankfurt 1999. Giehle, Sabine, 1997: Diskriminierung und politische Gleichheit bei Hannah Arendt, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, H. 3. ): Handbuch Staatsdenker, Stuttgart.

69 Eine andere Ausprägung der These von der Widersprüchlichkeit von Nationalstaatskonzeption und Antisemitismus findet sich in Arendts Feststellung, dass das antisemitische Denken der nationalsozialistischen Bewegung – aber auch antisemitischer Parteien als historischer Vorform – nicht an den Grenzen des Nationalstaates verharrt, sondern darüber hinausgeht. In diesem Zusammenhang ist Arendts Rekonstruktion des Antisemitismus in den einzelnen europäischen Staaten in Eichmann in Jerusalem zu sehen.

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